Afrikanische Schweinepest gestern in Belgien und heute in Brandenburg – die Gefahr für unsere Gemeinde bleibt.

Die Afrikanische Schweinepest scheint im  benachbarten Belgien jetzt besiegt zu sein, nachdem dort im Grenzgebiet der Befall seit 2018 dokumentiert war.

Die Sachkundige Bürgerin für Forst und Umwelt der FDP Hellenthal, Margrit Heinbach Losenhausen, selbst Jägerin, hat sich mit der Seuche auseinandergesetzt. Diese kommt aus Afrika und wird von der Lederzecke übertragen, ist für Wildschweine tödlich und kann auf Hausschweine übertragen werden. Wenn das passiert, sind sämtliche Schweine im Seuchengebiet zu keulen, entsetzlicher Gedanke und für manchen Bauern Existenz gefährdend. Die Belgier haben die Seuche durch solch höchst drastische Maßnahmen scheinbar in den Griff bekommen, seit Mai 2020 ist dort kein Fall mehr aufgetreten.

Davon können die Brandenburger nur träumen, bisher sind mehr als 40 Wildschweinkadaver gefunden worden, Tendenz steigend und leider auch eine Ausbreitung Richtung Westen feststellbar. Fallen, Zäune und Kadaversuche mit  Hunden sind u.a. wirksame Maßnahmen. Die Krux besteht darin, dass die Afrikanische Schweinepest sowohl im befallenen Schwein als auch in weggeworfenen Essensresten im Grenzgebiet Polen/Brandenburg lange virulent ist. 

Für den Menschen besteht jedoch keine Gefahr. Allerdings ist ein Verbot der Massentierhaltung denkbar. Umstellung der Haltungsform von Hausschweinen in der Eifel wird schon betrieben, ein Hoffnungsschimmer!    

"Von Wildschweinen geht nach wie vor eine große Gefahr aus (Foto: Dr. J. Schiffer)."

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