Weiterer Besuch aus dem Landtag in Hellenthal

Auf Anregung des Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Soziales und Jugend in der Gemeinde Hellenthal, Peter Rauw, besuchte Frau Franziska Müller-Rech, MdL die südlichste Gemeinde des Bundeslandes. Franziska Müller-Rech ist für die FDP im Landtag in Düsseldorf schulpolitische Sprecherin und steht in dieser Funktion in engem Kontakt mit der Schulministerin Yvonne Gebauer.

Franziska Müller Rech, MdL und schulpolitische Sprecherin der FDP im Landtag informiert sich vor Ort (Foto: FDP-Landtagsfraktion)Zunächst stand Frau Müller-Rech den Vertretern aus der Verwaltung und den Schulleitungen Rede und Antwort zu aktuellen Themen. Die Liste der Themen war lang und reichte von Investitionen im IT-Bereich bis hin zu Lehrerzuweisungen und Impfpflicht und Verfahren bei Schulverweigern. Im IT-Bereich wünschten sich die Vertreter aus der Gemeinde nicht nur die eigentlichen Investitionen, sondern auch eine sich anschließende Unterstützung durch Fachkräfte, die nach Ansicht der Schulleitungen aus dem vorhandenen Personen bei der Gemeinde und den Schulen nicht geleistet werden kann. Unbefriedigend sei auch die Situation der unbesetzten Lehrerstellen, wo seitens des Landes Abhilfe geschaffen werden muss, um auch die Versorgung der ländlichen Regionen zu gewährleisten. Der immer größer werdende Umfang an Verwaltungstätigkeiten für Schulleitungen sollte sich auch in einem Stundenkontingent für diese Arbeit niederschlagen, da diese Arbeit nicht so einfach nebenbei erledigt werden könne. Damit Lehrer sich als Schulleitungen bewerben wollen, müsse es auch Anreize geben, die sich in einem solchen Stundenkontingent oder bei der Besoldung wiederfinden könnten. Den Abschluss des Besuchs bildete der Besuch der Hauptschule in Hellenthal sowie eine Diskussion mit Lehrern. Beim Besuch der Hauptschule konnte sich Frau Müller-Rech über zur Zeit laufende Investitionen erkundigen, die im laufenden Schulbetrieb durchgeführt werden. Bei der Diskussion mit den Lehrern waren Hauptthemen das Fehlen von Sozialarbeitern und der Umstand der ungleichen Besoldung von beamteten und angestellten Lehrern. Die Landtagsabgeordnete sagte zu, die Themen aufzugreifen. Durch die Vielzahl der Probleme, die durch die neue Ministerin übernommen wurden, kann allerdings für vieles keine zeitnahe Lösung gefunden werden. Insbesondere bei der Lehrerausbildung wird es Jahre dauern, ehe die nicht besetzten Stellen ausgefüllt werden können. Dieses gelte auch für Schulsozialarbeiter, hier sei der Markt leergefegt. Ein Bekenntnis gab Frau Müller-Rech zu den Hauptschulen ab. Diese seien für die jetzige Landesregierung Bestandteil des Bildungssystems und zu lange stiefmütterlich behandelt worden. Dieses habe sich nach dem Regierungswechsel geändert.


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