Neue Vorgaben für Windkraftanlagen

Der Landtag hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause Entscheidungen in Bezug auf die Landesentwicklungsplanung getroffen. Ein wesentlicher Punkt war dabei, dass die Abstandsflächen für Windkraftanlagen zur nächsten Wohnbebauung 1.500 m betragen müssen und die Vorrangstellung für die Errichtung von Windrädern im Wald aufgehoben wird.

Da die Gemeinde Hellenthal beschlossen hat, ihre Regelungen zu Flächennutzungsplan und Bebauungsplänen im Hinblick auf zu alte und ggfs. nicht mehr rechtsbeständige Regelungen zu überarbeiten, können nun die notwendigen unter dem Einfluss der nunmehr geltenden Regelungen der Landesgesetzgebung angegangen werden. Für den FDP-Fraktionsvorsitzenden Peter Rauw war es sowieso unverständlich, dass die Abstandregelungen sich nicht an die jeweiligen Höhen von Windrädern ausrichten. Es ist schon ein Unterschied, ob ein Windrad eine Gesamthöhe von 100 m oder über 200 m erreicht. Neuere Windkraftanlagen gehen nach Kenntnis von Peter Rauw inzwischen schon weit über die 200 m Gesamthöhe hinaus. Ebenfalls war es schon immer unverständlich, dass Windkraftanlagen eine Privilegierung bei der Genehmigung erfahren haben. Für die FDP in Hellenthal handelt es sich bei Windkraftanlagen um industrielle Anlagen, mit denen Geld erzielt wird. Während jeder Handwerksbetrieb, der am Ortsrand eine Genehmigung für eine Halle erhalten will, darum kämpfen muss, um seinen Betrieb zu erweitern, konnten Windkraftanlagen aufgrund der Privilegierung im Außenbereich errichtet werden, obwohl die Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Landschaft ungemein größer waren. Nach Ansicht von Angelika Böhm aus Losheim, Ortsverbandsvorsitzende in Hellenthal, dürfen sich Beispiele für den massenhaften Ausbau von Windkraftanlagen wie im Bereich Losheim- Hallschlag-Kehr nicht mehr wiederholen. Mit dem Thema wird sich zunächst der Bau- und Planungsausschuss beschäftigen, dem seitens der FDP Dirk Stoff aus Hellenthal angehört.

"Schon die bestehenden Windräder erdrücken die Menschen in ihren Häusern. Dabei ist eine Ende in der Höhe noch nicht in Sicht." (Foto: P. Rauw).

 

 


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